Bericht des Bürgermeisters

Foto: www.pixarbay.de

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es war in diesem Jahr schön, wieder in direktem Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern in 22 Bürgerversammlun-gen in den verschiedenen Stadtteilen zu diskutieren.
Zusammenfassend für all unsere Bürgerinnen und Bürger möchte ich nun einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2022 über wichtige begonnene oder beendete Maßnahmen in unserer Großgemeinde geben.
Grundlage aller Maßnahmen ist der Haushaltsplan, der 2022 mit 40 Millionen der Größte in der Geschichte der Stadtverwaltung ist.
Die Steuerkraftzahl pro Einwohner für das Jahr 2022 ist seit 2014 von 606,26€ auf 1164,40€ gestiegen. Die gemeldeten Zahlen für 2023 zeigen eine erneute Steigerung auf 1194,99 €.
In insgesamt 21 Sitzungen der Gremien wurden die entsprechenden Beschlüsse für die anstehenden Maßnahmen gefasst. Zudem behandelte man ca. 50 Bauanträge in den Gremien.

Verwaltung

  • 2022 gibt es kleine personelle Veränderungen in der Verwaltung.
  • In der Kämmerei übernimmt Frau Isabella Zenk die Aufgaben von Frau Merklein.
  • Zum 31.12.2022 geht ein „Urjuwel“ der Stadtverwaltung, unsere Gundi Röder, in den verdienten Ruhestand. Eine Neueinstellung zum 01.01.2023 ist bereits erfolgt.

Straßenbau und Verkehr

  • Das Schulzentrum ist komplett erschlossen.
  • Der Ausbau der Staatsstraße von Stübig nach Roßdach verzögert sich leider noch immer.
  • Der Ausbau des Radweges von Stübig bis Burgellern ist fertiggestellt. Die Verkehrsfreigabe erfolgte durch Staatsminister Christian Bernreither. Die kirchliche Segnung wurde durch unseren neuen Pfarrer Michael Gräf vorgenommen.
  • Für eine Radwegverbindung von Scheßlitz über Windischletten nach Zapfendorf sind die ersten Planungsvorschläge mit dem Landkreis Bamberg, der Stadt Scheßlitz, den Staatsforsten, dem Markt Zapfendorf und der Bürgerspitalstiftung abgestimmt worden. Der Planungsauftrag wird zeitnah erteilt werden können.
  • Das neue Baugebiet in Straßgiech wurde komplett erschlossen. Die Vermarktung der zur Verfügung stehenden städtischen Grundstücke ist erfolgt.

Dorferneuerungen:

  • In Zeckendorf ist der Bau des Gemeinschaftshauses mit Feuerwehrhaus, unter Einbringung von großer ehrenamtlicher Arbeitsleistung der Dorfgemeinschaft, weiter fortgeschritten. Leider gibt es auf Grund fehlender Materiallieferungen bedingt durch die Ukrainekrise und fehlender Lieferketten weitere Verzögerungen. Wir hoffen, die Maßnahme im Frühjahr 2023 abschließen zu können.
  • Das Gemeinschaftshaus in Starkenschwind ist fertig. Der Innenausbau erfolgte federführend durch die Dorfgemeinschaft.
  • Nur gemeinsam und mit den entsprechenden Fördergeldern lassen sich solche Maßnahmen realisieren, dafür meinen herzlichen Dank.
  • Für die Dorferneuerung Ehrl wurde die Planung durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) vergeben und die ersten Planungen mit dem beauftragten Büro, der gewählten Teilnehmergemeinschaft und dem Amt für ländliche Entwicklung besprochen. Das Anwesen Ehrl 10 konnte erworben werden und soll in Zukunft das Gemeinschaftshaus in der Mitte von Ehrl werden.
  • Die Planungen für die einfachen Dorferneuerungen in Weichenwasserlos und Burgellern sind in Arbeit.

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)

  • Die nächsten Maßnahmen aus dem ISEK wurden beauftragt:
  • Sanierung des „Pipparthauses“ mit Freilegung der Stadtmauer und Umnutzung zur Bücherei und Touristinfo. Hier sind die ersten Maßnahmen zur Freilegung der Stadtmauer erfolgt.
  • Der Vorentwurf zur Neugestaltung des Kirchenumfeldes St. Kilian wurde bei der Regierung von Oberfranken zur Bewilligung der Fördergelder und des vorzeitigen Maßnahmenbeginns fristgerecht eingereicht.
  • Die Planung für die Sanierung des Rathauses wurde, nach der Vorstellungsrunde der Architekturbüros aus der europaweiten Ausschreibung, vergeben. Die ersten Sondierungsgespräche haben stattgefunden.

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)

  • Hier werden weitere Maßnahmen im Rahmen des Regionalbudgets 2023 durch das Amt für ländliche Entwicklung gefördert. In unserer Gemeinde wurden elf Maßnahmen befürwortet.
  • Das Kernwegenetz wurde vom Amt für ländliche Entwicklung geprüft und genehmigt. Die Umsetzung wird geplant.
  • Die SoLaWi bearbeitet bereits eine Fläche und die ersten Gemüsekörbe aus der Ernte wurden an die Mitglieder verteilt.
  • Weitere anstehende Arbeiten erledigen unsere Umsetzungsbegleiter, Frau Mandy Baum und Herr Thomas Hüppe.

Abwasser-Wasser:

  • Der Bauantrag zum Bau der neuen Kläranlage ist in der Zwischenzeit vom Landratssamt genehmigt. Nach Ablauf der gesetzlichen Fristen können die Ausschreibung erfolgen.
  • Die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen in der Austraße sind in Planung. Nach erfolgter Ausführung kann diese Straße endlich auch ausgebaut werden.
  • Die Bereiche Abwasser und Wasser müssen nach dem Kommunalen Abgabengesetz kostendeckend betrieben werden. Dies erfolgt durch die Erhebung von Gebühren und Beiträgen oder durch den Erlass einer Ergänzungsbeitragssatzung, welche von allen Bürgerinnen und Bürgern entrichtet werden müssen.
  • Durch die Aufnahme in das Förderprogramm der Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWAS 2018) mit Härtefallregelung können wir Fördergelder generieren, die allen Beitragszahlern zu Gute kommen. Die Fördergelder wurden entsprechend beantragt.
  • Die Verbesserungsbeitragssatzung wurde beschlossen und im Mitteilungsblatt, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, veröffentlicht.

Schwimmbad:

  • Ein Schwimmbad ist immer eine defizitäre Einrichtung. Es gilt in Zukunft, dieses Defizit zu minimieren. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt mittels einer Wärmepumpe, die mit Strom betrieben wird. Die gestiegenen Strompreise werden eine Eigenerzeugung mittels einer Photovoltaikanlage auf den Dächern der Schwimmbadgebäude unumgänglich machen. Hier werden wir die entsprechenden Maßnahmen einleiten, um auch in der Zukunft unser Schwimmbad erhalten zu können.

Schulen:

  • Die Vorplanungen der Sanierungen der Grundschule mit Turnhalle sind weit vorangeschritten. Ein Beginn der Turnhallensanierung ist für das Jahr 2023 vorgesehen. Der weitere Zeitablauf der Sanierung der Grundschule ist in Abstimmung.
  • Die Machbarkeitsstudie mit Entwurfsplanung für die Mittelschule ist fertiggestellt. Die weiterführenden Maßnahmen sind mit den Behörden und Gremien abzustimmen.
  • Die Zweifachsporthalle mit Mensa, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Scheßlitz mit dem Landkreis Bamberg, sowie die Plaza sind fertiggestellt. Ich bin sehr dankbar für die außerordentliche gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Landkreis Bamberg. Ich danke unserem Landrat Johann Kalb, sowie allen am Bau und Planung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes, unserer Verwaltung und allen Schulleiterinnen und Schuleitern mit den Schulfamilien sowie allen Gremien, die diese Bauvorhaben unterstützt haben.

Kindertagesstätten:

  • Der Neubau einer Kinderkrippe mit vier Gruppen in Giech ist fertiggestellt. Die Sanierung des Altbaus hat sich leider ebenfalls, auf Grund der bekannten Krisen, verzögert, so dass eine Fertigstellung erst im ersten Drittel des Jahres 2023 zu erwarten ist.

Gewerbe:

  • Für das neue Gewerbegebiet im Bereich Brandäcker gibt es weitere Bewerbungen. Durch Vorstellungsgespräche im Stadtrat haben die Bewerber die Möglichkeit, ihren Betrieb zu präsentieren und somit dem Stadtrat ein genaueres Bild über die mögliche Ansiedlung zu vermitteln.
  • Die Firma Chroff Kunststofftechnik mit Entwicklungsabteilung hat ihre Arbeit mit ca. 120 Mitarbeitern aufgenommen.
  • Im Gewerbegebiet Scheßlitz - Ost ist das neue Betriebsgebäude der Firma Haßler aus Ehrl fast fertiggestellt.
  • Die Firma Samid GmbH, ein Tochterunternehmen der Firma Bruchmann, hat ebenfalls den Betrieb in ihrem Neubau in Scheßlitz-Ost aufgenommen.
  • In Burgellern ist ein Bauantrag der Firma Zeck für einen weiteren Bauabschnitt im Stadtrat genehmigt worden.

Gesundheit:

  • Das neue Hausarztzentrum im Gewerbegebiet Brandäcker hat seinen Betrieb aufgenommen.
  • Die Tagespflege der Juraschwestern im Gewerbegebiet Brandäcker ist eröffnet und betreut seine Gäste.

Feuerwehren:

  • Weitere Ersatzbeschaffungen für alte Tragkraftspritzen wurden getätigt.
  • Ein neues Feuerwehrauto für die FFW Peulendorf wurde angeschafft.

Energie und Umwelt

  • Hier stehen wir vor großen Herausforderungen, um der Energiekrise entgegen steuern zu können.
  • Energie muss in Zukunft regional und regenerativ erzeugt werden.
  • Bevorzugte Energiequellen für unsere Gemeindegebiet sind Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn Sie diese Zeilen gelesen haben, werden Sie sicher feststellen, dass auch in diesem Jahr, trotz weltweiter erneuter Krisen, vieles erledigt oder auf den Weg gebracht wurde.
Dies war aber nur möglich durch die gute Zusammenarbeit im Stadtrat und durch engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen unserer Stadtfamilie.
Dafür danke ich allen sehr herzlich und freue mich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.
Das Jahr 2023 wird uns sicher wieder viel abverlangen, aber gehen wir optimistisch und tatkräftig alle Herausforderungen an.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes, friedliches Weihnachtsfest und für das Jahr 2023 alles Gute, Glück, Gesundheit und Gottes reichen Segen.
Ich schließe meinen Bericht mit wenigen Wünschen in Gedichtform, die zum Nachdenken anregen sollen.

Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht‘ wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsch‘ mir eine stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche mir in diesem Jahr
‚ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist’s her,
da war so wenig so viel mehr.

(unbekannter Autor)

Ihr
Roland Kauper
Erster Bürgermeister