Bericht des Bürgermeisters

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Bericht des Bürgermeisters   2021

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

leider waren auch im Jahr 2021 keine Bürgerversammlungen in der gewohnten Form möglich, weshalb ich Ihnen nun einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2021 über wichtige begonnene oder beendete Maßnahmen in unserer Großgemeinde geben möchte.

Grundlage aller Maßnahmen ist der Haushaltsplan, der 2021 mit knapp 36 Millionen noch etwas über dem Rekordhaushaltsplan von 2020 liegt. Die Steuerkraftzahl pro Einwohner für das Jahr 2022 ist seit 2014 von 606,26 € auf 1164,40 € gestiegen.

In insgesamt 24 Sitzungen der Gremien wurden die entsprechenden Beschlüsse für die anstehenden Maßnahmen gefasst. Zudem behandelte man ca. 100 Bauanträge in den Gremien.

Verwaltung

  • Es erfolgten 2021 einige personelle Veränderungen in der Verwaltung.
  • Das Bauamt verstärken seit dem 01.08.2021, Frau Anette Hohner mit dem Schwerpunkt Hochbau und seit dem 01.07.2021, Herr Gerhard Schlafke mit den Schwerpunkten Bauanträge, Bauleitplanung etc.
  • Herr Hans-Jürgen Schäfer wurde zum 01.01.2021 eingestellt und übernahm schwerpunktmäßig das Erschließungs- und Straßenrecht.
  • Die Stadtkasse unterstützt seit dem 01.09.2021 Frau Christine Dinkel.

Straßenbau und Verkehr

  • Das Sanierungsgebiet Ostlandstraße in Scheßlitz wurde im geplanten Zeitraum fertiggestellt, was in der momentanen Situation am Bau nicht selbstverständlich ist. Dafür, aber auch für alle anderen vollendeten Maßnahmen, danke ich allen beteiligten Firmen, Planern und meiner Verwaltung mit Bauamt sehr herzlich. Zudem danke ich auch allen Anliegern für das große Verständnis während der Bauphasen.
  • Die letzte Straßenbaumaßnahme in unserem Schulzentrum (Burgholzstraße) wurde bis auf kleine Restarbeiten fertiggestellt.
  • Die Planungen zum Ausbau der Staatsstraße von Stübig nach Roßdach sind weiter vorangeschritten. Die Abstimmung mit den verschiedensten Ämtern und Behörden (Staatliches Bauamt, Untere Naturschutzbehörde, Wasserwirtschaftsamt etc.) erfordert in der momentanen Pandemie einen größeren Arbeits- und Zeitaufwand.
  • Für die Radwegverbindung von Scheßlitz über Schweisdorf nach Kleukheim ist die Planung vergeben worden. Die Grundstücksverhandlungen können weiter geführt werden.
  • Der Ausbau des Radweges von Stübig bis Burgellern hat begonnen und soll nach Aussage des Staatlichen Straßenbauamtes 2022 vollendet werden.
  • Für eine Radwegverbindung von Scheßlitz über Windischletten nach Zapfendorf sind die ersten, vorbereitenden Gespräche mit dem Landkreis Bamberg und dem Markt Zapfendorf erfolgt.
  • Das neue Baugebiet in Straßgiech wurde komplett erschlossen. Die Vermarktung der zur Verfügung stehenden städtischen Grundstücke erfolgte im ersten Schritt über einen Kriterienkatalog.

Dorferneuerungen:

  • Burglesau ist endlich abgeschlossen.
  • In Zeckendorf ist der Bau des Gemeinschaftshauses mit Feuerwehrhaus, unter Einbringung von großer ehrenamtlicher Arbeitsleistung der Dorfgemeinschaft, weiter fortgeschritten.
  • Die Sanierung des denkmalgeschützten Gemeinschaftshauses in Starkenschwind ist fertiggestellt. Mängelbeseitigungen werden noch abgearbeitet. Auch hier erfolgte eine sehr große Unterstützung durch das ehrenamtliche Engagement der Dorfgemeinschaft.
  • Nur gemeinsam und mit den entsprechenden Fördergeldern lassen sich solche Maßnahmen realisieren, dafür meinen herzlichen Dank.
  • Für die Dorferneuerung Ehrl wurde die Planung durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) vergeben und die ersten Sondierungsgespräche haben mit dem beauftragten Planer stattgefunden.
  • Eine einfache Dorferneuerung für Weichenwasserlos wurde von der Stadt Scheßlitz beantragt und sehr zeitnah vom ALE genehmigt (Parkplatz und Treppenaufgang zur Kirche). Der Planungsauftrag wurde vergeben.
  • Ebenso genehmigte das ALE die einfache Dorferneuerung für Burgellern. Diese umfasst die Umgestaltung der „Insel“ und die Sanierung der Nepomukbrücke. Auch hier wurde der Planungsauftrag vergeben.

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)

  • Die nächsten Maßnahmen aus dem ISEK wurden beauftragt: Sanierung des „Pipparthauses“ mit Freilegung der Stadtmauer und Umnutzung zur Bücherei und Touristinfo, Neugestaltung des Kirchenumfeldes St. Kilian.
  • Die Machbarkeitsstudien für beide Rathäuser sind abgeschlossen. Weiterführende Maßnahmen sind in Planung (z.B. das Vergabeverfahren in einer europaweiten Ausschreibung für die Architektenleistungen zur Sanierung des Rathauses).
  • Das Parkraumkonzept wurde angestoßen und die kommunale Verkehrsüberwachung in Zapfendorf beauftragt.

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)

  • Hier wurden erste Maßnahmen im Rahmen des Regionalbudgets 2021 durch das Amt für ländliche Entwicklung gefördert.
  • Neue Anmeldungen sind noch bis 31.01.2022 möglich. Nähere Informationen erhalten alle Interessierten über unseren Umsetzungsbegleiter in der ILE, Herrn Thomas Hüppe, im Rathaus der VG Steinfeld.
  • Eine neue Homepage wird erstellt.
  • Das Kernwegenetz ist in Vorbereitung.
  • Die Gründung eines Vereins für eine SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft) wird vorbereitet. Grundstücksverhandlungen für eine Fläche zur Bewirtschaftung laufen.
  • Weitere anstehende Arbeiten erledigen unsere Umsetzungsbegleiter, Frau Mandy Baum und Herr Thomas Hüppe.

Abwasser-Wasser:

  • Der Bauantrag zum Bau der neuen Kläranlagen wurde mit den entsprechenden Gutachten und Berechnungen im Landratsamt zur Genehmigung eingereicht.
  • Der Verbindungssammler von Scheßlitz nach Giech wurde fertiggestellt. Die alten Leitungen im Bereich „Bahndamm“ wurden in diesem Zuge mit erneuert.
  • Der Verbindungssammler nach Ludwag, zum Anschluss von Neudorf an die zentrale Kläranlage, ist fertiggestellt.
  • Die Sanierung von Altleitungen im Bereich der Ostlandstraße in Scheßlitz wurde abgeschlossen.
  • Die Bereiche Abwasser und Wasser müssen nach dem Kommunalen Abgabengesetz kostendeckend betrieben werden. Dies erfolgt durch die Erhebung von Gebühren und Beiträgen oder durch den Erlass einer Ergänzungsbeitragssatzung, welche von allen Bürgerinnen und Bürger entrichtet werden müssen. Hier erfolgte die Erfassung der Gebäudeaufmaße durch das Büro Dr. Schulte.
  • Durch die Aufnahme in das Förderprogramm der Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWAS 2018) mit Härtefallregelung können wir Fördergelder generieren, die allen Beitragszahlern zu Gute kommen. Die Fördergelder wurden entsprechend beantragt.

Schwimmbad:

  • 2021 konnten wir unter den Auflagen der Pandemie unser Schwimmbad, mit gewissen Einschränkungen, wieder öffnen. Auch dies war nur möglich durch den großen Einsatz unserer Bademeister und der ehrenamtlichen Unterstützung durch unsere Wasserwacht Scheßlitz. Ich danke hierfür sehr herzlich, auch im Namen aller Badegäste und hoffe auf eine „normale“ Badesaison 2022.
  • Der neugestaltete Sanitärtrakt wurde von allen Badegästen sehr gelobt.

Schulen:

  • Im Rahmen des Digitalbudgets und Digitalpaktes wurden die genehmigten Anschaffungen für den Onlineunterricht getätigt.
  • Wir haben zeitnah Umluftgeräte, zum verbesserten Schutz unserer Kinder in der Pandemie, für die Räume in unseren Schulen beschafft.
  • Die Sanierung der Kilian-Grundschule wurde unter Berücksichtigung des vorgeschriebenen Vergabeverfahrens (Europaweite Ausschreibung für die Architektenleistungen) vergeben.
  • Die Machbarkeitsstudie mit Entwurfsplanung für die Mittelschule ist in Arbeit. Die notwendigen Abstimmungen mit der Regierung von Oberfranken sind erfolgt. Auch hier kann es nun zügig mit den Planungen weitergehen.
  • Die Zweifachsporthalle mit Mensa und Plaza steht kurz vor der Vollendung. Dieses Vorhaben baut der Landkreis unter Kostenbeteiligung der Stadt Scheßlitz (ca.25 %).

Kindertagestätten:

  • Der Neubau einer Kinderkrippe mit vier Gruppen in Giech ist fertiggestellt. Der Neubau wird nun übergangsweise als Kindergarten genutzt bis die Sanierung des Altbaus mit vier Kindergartengruppen bis zum Herbst 2022 abgeschlossen ist.
  • In allen anderen Kindertagesstätten wurden gewünschte Ergänzungen  und Sanierungen ausgeführt.

Gewerbe:

  • Für das neue Gewerbegebiet im Bereich Brandäcker konnte der Bebauungsplan und die Erschließung fertiggestellt werden, damit sich, bis Ende des Jahres 2021, ein neues Unternehmen mit ca.120 Arbeitsplätzen, die Firma Chroff Kunststofftechnik mit Entwicklungsabteilung, ansiedeln und in Betrieb gehen konnte.
  • Im Gewerbegebiet Scheßlitz- Ost baut die Firma Haßler aus Ehrl ein neues Betriebsgebäude.
  • Ebenfalls hat die Firma Samid GmbH, ein Tochterunternehmen der Firma Bruchmann, einen Neubau errichtet.
  • In Burgellern hat die Firma Zeck einen weiteren Anbau getätigt und weitere Expansionspläne sind in Vorbereitung.

Gesundheit:

  • Das neue Gesundheitszentrum im Gewerbegebiet Brandäcker wurde durch die Gewobau Bamberg eG fertiggestellt. Vier Arztpraxen, eine neue Physiotherapie mit Trainingsraum, Logopädie und ein neues Hörakustikstudio gehen in Betrieb.
  • Für die Tagespflege der Juraschwestern im Gewerbegebiet Brandäcker ist der Baubeginn erfolgt.
  • Der alte Nettomarkt ist im Besitz des Landkreises und bleibt weiterhin Testzentrum während der Coronapandemie.
  • Das Testzentrum in den Räumen der BRK-Ortsgruppe Scheßlitz in der Grumbachstraße wurde von den Mitgliedern der Ortsgruppe wieder in Betrieb genommen, herzlichen Dank hierfür.
  • Drei Impftermine wurden an den Adventssamstagen angeboten. Hier war der Zuspruch außerordentlich groß. Weitere Maßnahmen werden von Seiten der Stadtverwaltung abgeklärt.

Feuerwehren:

  • Die Ersatzbeschaffungen für alte Tragkraftspritzen sind vorerst angeschlossen. Weitere Beschaffungen werden geprüft.
  • Eine Ersatzbeschaffung für das defekte Feuerwehrauto der FFW Peulendorf konnte, unter Mithilfe aller Verantwortlichen, kostengünstig durch ein, in einem sehr guten Zustand, befindlichen, gebrauchten Fahrzeug erfolgen.

Energie und Umwelt

  • Hier werden wir uns die Frage stellen müssen, wie wir in Zukunft mit Möglichkeiten zur Nutzung von regenerativen Energien umgehen. (Photovoltaik, Windkraft, Biomasse etc.)
  • Große Investitionen tätigt die Firma Tennet im Umspannwerk Würgau, um die Verteilung des Stroms sicher zu stellen.
  • Die Aufwertung von Ausgleichsflächen im Rahmen von Bebauungsplänen muss Stück für Stück umgesetzt werden. Ein erster Teil bei Ehrl wurde vollendet.

Sonstiges:

  • Wir konnten endlich die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an meinen Vorgänger im Bürgermeisteramt, Herrn Franz Zenk und unserem ehemaligen Stadtrat, Herrn Rainer Kretschmer, sowie die Verabschiedung der ausgeschiedenen Stadträte, in einer kleinen Feierstunde in der Turnhalle der Grundschule durchführen.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn Sie diese Zeilen gelesen haben, werden Sie sicher feststellen, dass trotz der erneuten Einschränkungen durch Corona, vieles erledigt oder auf den Weg gebracht wurde.

Dies war aber nur möglich durch die gute Zusammenarbeit im Stadtrat und durch engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen unserer Stadtfamilie.

Dafür danke ich allen sehr herzlich und freue mich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

Das Jahr 2022 wird uns sicher wieder viel abverlangen, aber gehen wir optimistisch und tatkräftig alle Herausforderungen an.

Auch ein wenig Humor und Selbstironie kann nicht schaden, darum möchte ich mit Sätzen von Heinz Erhardt schließen, der zu lange Grußworte oder Berichte einmal so beschrieben hat:

„Man macht gewöhnlich viele Worte, wenn man nichts zu sagen hat.“

Ich hoffe, mein Rückblick trifft nicht auf das Zitat von Heinz Erhardt zu und die Informationen waren für Sie nicht zu umfangreich, sondern eher informativ und interessant.

Es hat sich auch im Jahr 2021 viel getan! Darum schließe ich nun endgültig, wieder mit Heinz Erhardt:

„Ich wälze nicht schwere Probleme

und spreche nicht über die Zeit.

Ich weiß nicht, wohin ich dann käme,

ich weiß nur, ich käme nicht weit!“

Vielleicht sind diese wenigen Sätze ein Anstoß, manche Probleme nicht zu sehr zu gewichten und nicht nur über „verlorene Zeiten“  zu spekulieren, sondern mit Zuversicht in das neue Jahr zu gehen.

Ich wünsche Ihnen dazu alles Gute, Gottes reichen Segen und weiterhin viel Gesundheit für das kommende Jahr 2022.

Ihr

Roland Kauper

1.Bürgermeister